{"id":131,"date":"2007-08-02T14:34:59","date_gmt":"2007-08-02T12:34:59","guid":{"rendered":"http:\/\/lix.cc\/projects\/malawi\/blog\/2007\/09\/07\/interview-mit-christian-imhorst\/"},"modified":"2011-07-05T18:28:37","modified_gmt":"2011-07-05T18:28:37","slug":"interview-mit-christian-imhorst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/malawi.lix.cc\/de\/2007\/08\/02\/interview-mit-christian-imhorst\/","title":{"rendered":"Interview mit Christian Imhorst"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.freiesmagazin.de\/freiesMagazin-2007-08\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/elyps.de\/images\/penguins.jpg\" alt=\"elyps\" align=\"top\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.imhorst.net\/?p=130\">Christian Imhorst<\/a> hat f\u00fcr das <a href=\"http:\/\/elyps.de\/freiesMagazin-2007-08.html\">Online-Magazin &#8222;Freies Magazin&#8220;<\/a> ein Interview mit mir gemacht:<\/p>\n<p><strong>1. Erz\u00e4hl doch bitte zuerst von dir. Wie ist dein beruflicher Werdegang, was machst du heute?<\/strong><br \/>\nNach meiner abgeschlossenen Lehre als Landschaftsg\u00e4rtner und nach gestalterischer Matura habe ich an der \u00c9cole cantonale d&#8217;art de Lausanne (\u00c9cal) erst Grafik-Design und Cin\u00e9ma studiert. Abgeschlossen habe ich dann mein Studium an der Hochschule f\u00fcr Gestaltung und Kunst in Z\u00fcrich (HGKZ) [1] im Bereich &#8222;Neue Medien&#8220;. Das war im Sommer 2005. Bereits w\u00e4hrend meines Studiums an der HGKZ wurde mir hier eine Stelle als GNU\/Linux-Systemadministrator angeboten, wo ich bis heute arbeite. Nebenberuflich engagiere ich mich in der Kunstszene Z\u00fcrich und der Free Software Foundation Europe (FSFE). Seit 2006 bin ich dort im Kernteam.<\/p>\n<p><strong>2. Wie kamst du zu Freier Software?<\/strong><br \/>\nBereits als Kind hatte ich dank meines Vaters, der in den 80er Jahren Systembetreuer von Unix-Umgebungen war, Zugang zum Usenet und zur &#8222;Kommandozeile&#8220;. Was den Umgang mit Computersystemen angeht, war ich immer der klassische Autodidakt. Das &#8222;Bewusstsein&#8220; f\u00fcr die GNU-Bewegung konkretisierte sich jedoch erst w\u00e4hrend meines Studiums in den &#8222;Neuen Medien&#8220;. Gl\u00fccklicherweise h\u00f6rte Georg Greve [2], der Pr\u00e4sident der FSFE [3], von meinem Engagement in Malawi und dem Projekt, worauf wir uns per E-Mail kennen gelernt haben.<\/p>\n<p><strong>3. Wann und warum warst du zum ersten Mal in Malawi?<\/strong><br \/>\nIm Rahmen meines Studiums an der HGKZ verbrachte ich 2004 ein Auslandssemester in Malawi. Anfangs plante ich drei Monate an der University of Malawi the Polytechnic verschiedene Dienste und Strukturen aufzubauen und umzustellen. Aus den drei Monaten wurden dann sieben, weil es einerseits viel zu tun gab und ich andererseits schnell Gefallen an der Kultur, dem Land und den Menschen fand.<\/p>\n<p><strong>4. Wie bist du auf die Idee gekommen, an der Polytechnic in Blantyre zwei Computernetzwerke mit Edubuntu einzurichten?<\/strong><br \/>\nDa ich bereits 2004 intensiv mit dem Bibliothekar der Polytechnic, Martin Thawani, zusammengearbeitet habe, wurde ich schnell mit der Problematik der Verteilung und Zug\u00e4nglichkeit von Wissen an afrikanischen Schulen vertraut gemacht. Ich wollte bei einem erneuten Projekt sicherstellen, dass insbesondere die Studierenden bei der Nutzung des Internets nicht zu kurz kommen w\u00fcrden. So plante ich f\u00fcr das Projekt, welches dann Ende 2006 stattgefunden hat, zwei Computernetzwerke an der Bibliothek mit Edubuntu aufzusetzen.<\/p>\n<p><strong>5. Warum fiel die Entscheidung auf Edubuntu als Betriebssystem?<\/strong><br \/>\nEs war schnell klar, dass weder die Universit\u00e4t noch ich selbst die Kapazit\u00e4ten besitzen w\u00fcrden, zwei Computernetzwerke \u00fcber l\u00e4ngere Zeit zu betreiben und zu unterhalten. Da Wissen \u00fcber die Debian-Distribution an der Polytechnic bereits vermittelt wird und Ubuntu als &#8222;Afrikanische GNU\/Linux-Distribution&#8220; bekannt ist, fiel die Entscheidung leicht. Zudem eignet sich Edubuntu wegen des vorkonfigurierten LTSP (Linux Terminal Server Project) hervorragend f\u00fcr ThinClient-Netzwerke. Der Aufwand an der Konfiguration des Systems selber konnte demnach minimal gehalten werden. \u00dcbrigens besitze ich bis heute \u00fcber SSH einen Zugang auf beiden Servern, damit ich regelm\u00e4\u00dfig per aptitude Systemupdates vornehmen kann.<\/p>\n<p><strong>6. Warum fiel die Entscheidung auf moderne ThinClients?<\/strong><br \/>\nIch suchte nach einer M\u00f6glichkeit, den Missstand an der Bibliothek der Polytechnic beheben und Wege zu finden, damit die Studierenden leichteren Zugang zu Wissen erhalten. Anfang 2006 wurden dann an Hochschule f\u00fcr Gestaltung und Kunst Z\u00fcrich alte Citrix Metaframe-Systeme durch neuwertige abgel\u00f6st. So kam die Idee, die Bestellung der ThinClients zu vergr\u00f6\u00dfern, um das Malawi-Projekt welche zur Verf\u00fcgung haben und gleichzeitig die Polytechnic der neuesten Technologie auszustatten. ThinClients lie\u00dfen sich wegen des geringen Gewichtes relativ kosteng\u00fcnstig nach Malawi transportieren. Au\u00dferdem war mir klar, dass die ThinClients nicht so stark unter schwierigen klimatischen Bedingungen leiden w\u00fcrden wie Desktop-Computer.<\/p>\n<p><strong>7. Gab es Widerst\u00e4nde an der Polytech oder von anderer Stelle gegen das Projekt? Wenn ja, wie sahen diese aus?<\/strong><br \/>\nEs gab Widerst\u00e4nde. Wie auch an europ\u00e4ischen Unis gibt es an der Polytechnic interne Machtspiele. In einer fremden Kultur zu arbeiten macht dies nat\u00fcrlich nicht einfacher. Jedes Departement der Polytechnic versuchte mich f\u00fcr sich zu gewinnen. Ich wurde sogar vom Direktor des Zomba Colleges* eingeladen, um mir die Situation in seiner Schule anzugucken. Von der Seite der Hochschule f\u00fcr Gestaltung und Kunst Z\u00fcrich, welche die ThinClients finanzierte, gab es aber keine Widerst\u00e4nde.<\/p>\n<p><strong>8. Wie wurde Edubuntu als Betriebssystem aufgenommen? Gab es auch Bef\u00fcrworter von Windows?<\/strong><br \/>\nDies stand zu keinem Zeitpunkt des Projektes zur Diskussion. Da ich der Meinung bin, dass wir vorsichtig beim Aufdr\u00e4ngen von westlichen Vorstellungen sein sollten, sah die Vereinbarung so aus, dass ich der Polytechnic das System mitbringen, vorf\u00fchren und erkl\u00e4ren sollte. Was danach passieren w\u00fcrde, wollte ich nicht beeinflussen. Meinen Informationen zufolge ist das System aber noch immer in Betrieb und wird rege genutzt. Es gibt keinen Grund auf eine propriet\u00e4re L\u00f6sung umzusteigen, denn diese w\u00e4re weder zu finanzieren noch zu betreiben oder gar zu unterhalten.<\/p>\n<p><strong>9. Was war dein sch\u00f6nster Moment oder dein gr\u00f6\u00dfter Triumph w\u00e4hrend des Projekts?<\/strong><br \/>\nNach einem halben Jahr Vorbereitung und drei Monaten Projektarbeit in einer fremden Kultur ist man schon sehr eingenommen von der Idee und dem Willen, das Projekt abzuschlie\u00dfen. Das &#8222;Triumphgef\u00fchl&#8220; kommt deshalb etwas sp\u00e4ter. Ich habe die Gelegenheit genutzt, das Projekt auf dem 23. Chaos Communication Congress (23C3) des Chaos Computer Club in Berlin vorzustellen und f\u00fcr mich selbst noch einmal zu reflektieren. Ich glaube, das war wohl der Moment, den man am ehesten als Triumph bezeichnen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>10. Was war nicht so sch\u00f6n oder was war deine gr\u00f6\u00dfte Entt\u00e4uschung?<\/strong><br \/>\nWas mich immer wieder entt\u00e4uscht hat, ist die Tatsache, dass leider allzu oft westliche Entwicklungshilfe-Organisationen ihre Vorstellungen dem afrikanischen Kontinent aufzwingen. So f\u00f6rdern und erhalten sie in den Entwicklungsl\u00e4ndern eine Bettelkultur, die es f\u00fcr die lokale \u00d6konomie und Bildungseinrichtungen schwierig macht, ihre Eigendynamik zu entwickeln. Man muss schon sehr vorsichtig sein, wo man mit einem Projekt ansetzen und wie man es letztendlich zu Stande bringen will, dass nach Abschluss des Projektes das System noch weiter genutzt und getragen wird.<\/p>\n<p><strong>11. Was h\u00e4ltst du von Projekten, die gebrauchte Computer f\u00fcr Afrika recyceln? Ist dir so ein Projekt vor Ort oder woandersbegegnet?<\/strong><br \/>\nIch bin kein Freund des Gedankens, alte Hardware in Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4nder zu exportieren. Die Haltung empfinde ich als unehrlich und inkonsequent. Auch eine afrikanische Elite an einer Universit\u00e4t, wie beispielsweise der Polytechnic, verdient es, mit den neusten Technologien zu arbeiten. Es gibt aber zahlreiche Projekte, die gebrauchte Computer nach Afrika schicken. Die amerikanische Botschaft in Lilongwe zum Beispiel hat alten Computerm\u00fcll an die Polytechnic abgeschoben. Auch in der Schweiz und in Deutschland sind mir derartige Projekte aufgefallen. Ich glaube, dass sie nur dazu beitragen, dass afrikanische L\u00e4nder in einem &#8222;Schlummerzustand&#8220; verharren.<\/p>\n<p><strong>12. Was h\u00e4ltst du von der Initiative &#8222;One Laptop Per Child&#8220;(OLPC) und ihrem 100-Dollar-Computer?<\/strong><br \/>\nEin gro\u00dfer Haken ist, dass die Inspiration hinter diesem Projekt bereits stark westlich gepr\u00e4gt ist. Die Bed\u00fcrfnisabkl\u00e4rung passierte also aus Perspektive eines westlichen Landes. Das Ger\u00e4t basiert auf westlichen Anforderungen. Dies ist aber schon von Grund auf falsch: Die Anspr\u00fcche an die Technik sind vor Ort ganz andere, als wir uns das aus westlicher Sicht vorstellen. Nat\u00fcrlich funktioniert das rein technische Konzept vollkommen, aber es ist trotzdem untauglich, die Bed\u00fcrfnisse seiner Zielgruppe abzudecken. Es gibt keine IT-L\u00f6sung, die f\u00fcr alle Entwicklungsl\u00e4nder gleicherma\u00dfen funktioniert. Ghanas IT-Industrie zum Beispiel ist stabil und funktioniert unabh\u00e4ngig.** Malawi andererseits ist in IT-Sachen massiv abh\u00e4ngig von westlichen Anbietern und damit unselbstst\u00e4ndig. So lange solche Abh\u00e4ngigkeiten bestehen, hat ein Projekt wie OLPC in solchen L\u00e4ndern wenig Chancen. Auch ganz praktische Probleme lassen sich nicht so einfach mit einer Handkurbel l\u00f6sen: Wo nimmt eine malawische Grundschule den Strom her? Sogar das Trinkwasser muss \u00fcber zwei Kilometer herangeschleppt werden, die R\u00e4ume der Grundschule haben kein k\u00fcnstliches Licht und ein Kind, das mit einem Laptop durch die Stra\u00dfen l\u00e4uft, w\u00fcrde auf der Stelle \u00fcberfallen. Auf universit\u00e4rem Niveau sieht es besser aus \u00e2\u20ac\u201d nicht gut, aber besser.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns Westler sieht das OLPC-Projekt au\u00dferordentlich interessant aus. Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind die Marketing-Ma\u00dfnahmen, das GUI der eingesetzten Distribution, die Hightech-Bauteile vom MIT. Sie sind alle westlich und doch ist der Laptop f\u00fcr uns Westler verf\u00fchrerisch und anders. Das OLPC-Projekt ist auch ein Beweis daf\u00fcr, dass ein Forschungsprojekt aus einem Bildungsinstitut wie dem MIT im Bereich der Informationstechnologie international komplexe und aktuelle politische sowie wirtschaftliche Zusammenh\u00e4nge erfassen kann, um dann ein Produkt zu konzipieren, welches mit ma\u00dfgeschneiderter Hardware und Software umgesetzt wird. Nun werden die verf\u00fcgbaren Communitys und Kan\u00e4le zu den verschiedenen Organisationen genutzt, um Marketing zu betreiben. Ein derartiger Beweis ist grandios. Somit hat das OLPC-Projekt auch etwas Gutes und ist an sich dringend notwendig. Auch ein m\u00f6gliches Scheitern des Projektes kann von Vorteil sein, da es aufzeigen w\u00fcrde, dass westliche Wertvorstellungen und L\u00f6sungen nicht \u00fcberall passen. Die einzelnen L\u00e4nder m\u00fcssen &#8222;selber&#8220; ihre Probleme formulieren, damit westliche L\u00e4nder von diesem Schritt an mithelfen und gemeinsam L\u00f6sungen entwickeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Pluspunkt ist, dass hier nicht einfach ein Container Elektroschrott nach Afrika verschifft wird. OLPC ist brandneue Hardware, die speziell f\u00fcr die Entwicklungsl\u00e4nder geschaffen wurde. Hier m\u00fcssen wir uns aber die Frage stellen: Entwickeln wir f\u00fcr die Entwicklungsl\u00e4nder oder schlussendlich doch wieder nur f\u00fcr uns selbst und unser Gewissen?<\/p>\n<p><strong>13. Deinen Vortrag auf dem Kongress 23C3 hie\u00df &#8222;Freie Software \u00e2\u20ac\u201c Eine Chance f\u00fcr Afrika?&#8220; Worin genau siehst du diese Chance?<\/strong><br \/>\nFreie Software bietet die L\u00f6sung f\u00fcr eine selbstst\u00e4ndige Entwicklung im Bereich von Software und dokumentiertem Wissen. Darum ist der soziale Gedanke in der GPL so stark verankert. Oft wird der Free Software Foundation vorgeworfen, sie sei zu dogmatisch. Aber schlussendlich geht es darum, dass alle die Chance nutzen wollen, an der Bildung, Weiterbildung, Verarbeitung und Verteilung von Wissen und somit Quelleninformation teilzuhaben. Propriet\u00e4re, geschlossene L\u00f6sungen schaden der Eigenentwicklung, die afrikanische L\u00e4nder dringend vorantreiben wollen. Wenn westliche L\u00e4nder auch in Zukunft noch Vertragspartner afrikanischer L\u00e4nder bleiben und an ihrer \u00f6konomischen Entwicklung teilhaben wollen, sollten sie diesen L\u00e4ndern die M\u00f6glichkeit zur Eigenentwicklung geben.<\/p>\n<p><strong>14. Wie wurdest du Mitglied im Core Team des FSF Europe im vergangenem Jahr und wie sehen deine Aufgaben beim FSFE aus?<\/strong><br \/>\nDurch mein Engagement in Malawi entwickelte sich ein gegenseitiges Interesse zwischen mir und der Free Software Foundation Europe. Ich wurde dann von Georg Greve angesprochen, ob ich in das Kernteam eintreten wolle. Bisher beschr\u00e4nkte sich mein Engagement auf die Mitgestaltung von Diskussionen und Strategien der FSFE. Zudem vertrete ich stark den Freie Software-Gedanken in und neben meiner Arbeit an der HGKZ.<\/p>\n<p><strong>15. Gibt es die blauen T-Shirts mit dem selbstdenkenden Menschen, die ihr f\u00fcr das Malawi-Projekt gedruckt habt, irgendwo zu kaufen?<\/strong><br \/>\nLeider wurde nur eine kleine Anzahl dieser T-Shirts in Malawi gedruckt. Die Druckvorlage kann ich aber gerne in meinem Weblog [5] bereitstellen, so dass sie alle unter Ber\u00fccksichtigung der Creative Commons-ShareAlike-Lizenz verwenden k\u00f6nnen. Auf den T-Shirts steht \u00fcbrigens &#8222;Anthu Ozindikira amagwirisa ntchito GNU\/Linux Software&#8220;. Das ist Chichewa, die Sprache, die neben Englisch in Malawi gesprochen wird, und bedeutet: &#8222;Selbstdenkende Menschen benutzen GNU\/Linux Software&#8220;.<\/p>\n<p>Links<br \/>\n[1] <a href=\"http:\/\/hgkz.ch\">http:\/\/hgkz.ch<\/a><br \/>\n[2] <a href=\"http:\/\/gnuhh.org\/\">http:\/\/gnuhh.org\/<\/a><br \/>\n[3] <a href=\"http:\/\/fsfeurope.org\">http:\/\/fsfeurope.org<\/a><br \/>\n[4] <a href=\"http:\/\/ebund.ch\">http:\/\/ebund.ch<\/a><br \/>\n[5] <a href=\"http:\/\/lix.cc\/projects\/malawi\/blog\/\">http:\/\/lix.cc\/projects\/malawi\/blog<\/a><\/p>\n<p>* Die University of Malawi betreibt f\u00fcnf Colleges im Land: das Chancellor College in Zomba, die Polytechnic in Blantyre, das Bunda College of Agriculture, das College of Nursing in Lilongwe und das College of Medicine in Blantyre.<\/p>\n<p>** Siehe Artikel aus &#8222;Der Bund&#8220; vom 5. M\u00e4rz 2007 [4].<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.freiesmagazin.de\/freiesMagazin-2007-08\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/elyps.de\/images\/penguins.jpg\" alt=\"elyps\" align=\"top\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.imhorst.net\/?p=130\">Christian Imhorst<\/a> hat f\u00fcr das <a href=\"http:\/\/elyps.de\/freiesMagazin-2007-08.html\">Online-Magazin &#8222;Freies Magazin&#8220;<\/a> ein Interview mit mir gemacht:<\/p>\n<p><strong>1. Erz\u00e4hl doch bitte zuerst von dir. Wie ist dein beruflicher Werdegang, was machst du heute?<\/strong><br \/>\nNach meiner abgeschlossenen Lehre als Landschaftsg\u00e4rtner und nach gestalterischer Matura habe ich an der \u00c9cole cantonale d&#8217;art de Lausanne (\u00c9cal) erst Grafik-Design und Cin\u00e9ma studiert. Abgeschlossen habe ich dann mein Studium an der Hochschule f\u00fcr Gestaltung und Kunst in Z\u00fcrich (HGKZ) [1] im Bereich &#8222;Neue Medien&#8220;. Das war im Sommer 2005. Bereits w\u00e4hrend meines Studiums an der HGKZ wurde mir hier eine Stelle als GNU\/Linux-Systemadministrator angeboten, wo ich bis heute arbeite. Nebenberuflich engagiere ich mich in der Kunstszene Z\u00fcrich und der Free Software Foundation Europe (FSFE). Seit 2006 bin ich dort im Kernteam.<\/p>\n<p><strong>2. Wie kamst du zu Freier Software?<\/strong><br \/>\nBereits als Kind hatte ich dank meines Vaters, der in den 80er Jahren Systembetreuer von Unix-Umgebungen war, Zugang zum Usenet und zur &#8222;Kommandozeile&#8220;. Was den Umgang mit Computersystemen angeht, war ich immer der klassische Autodidakt. Das &#8222;Bewusstsein&#8220; f\u00fcr die GNU-Bewegung konkretisierte sich jedoch erst w\u00e4hrend meines Studiums in den &#8222;Neuen Medien&#8220;. Gl\u00fccklicherweise h\u00f6rte Georg Greve [2], der Pr\u00e4sident der FSFE [3], von meinem Engagement in Malawi und dem Projekt, worauf wir uns per E-Mail kennen gelernt haben.<\/p>\n<p><strong>3. Wann und warum warst du zum ersten Mal in Malawi?<\/strong><br \/>\nIm Rahmen meines Studiums an der HGKZ verbrachte ich 2004 ein Auslandssemester in Malawi. Anfangs plante ich drei Monate an der University of Malawi the Polytechnic verschiedene Dienste und Strukturen aufzubauen und umzustellen. Aus den drei Monaten wurden dann sieben, weil es einerseits viel zu tun gab und ich andererseits schnell Gefallen an der Kultur, dem Land und den Menschen fand.<\/p>\n<p><strong>4. Wie bist du auf die Idee gekommen, an der Polytechnic in Blantyre zwei Computernetzwerke mit Edubuntu einzurichten?<\/strong><br \/>\nDa ich bereits 2004 intensiv mit dem Bibliothekar der Polytechnic, Martin Thawani, zusammengearbeitet habe, wurde ich schnell mit der Problematik der Verteilung und Zug\u00e4nglichkeit von Wissen an afrikanischen Schulen vertraut gemacht. Ich wollte bei einem erneuten Projekt sicherstellen, dass insbesondere die Studierenden bei der Nutzung des Internets nicht zu kurz kommen w\u00fcrden. So plante ich f\u00fcr das Projekt, welches dann Ende 2006 stattgefunden hat, zwei Computernetzwerke an der Bibliothek mit Edubuntu aufzusetzen.<\/p>\n<p><strong>5. Warum fiel die Entscheidung auf Edubuntu als Betriebssystem?<\/strong><br \/>\nEs war schnell klar, dass weder die Universit\u00e4t noch ich selbst die Kapazit\u00e4ten besitzen w\u00fcrden, zwei Computernetzwerke \u00fcber l\u00e4ngere Zeit zu betreiben und zu unterhalten. Da Wissen \u00fcber die Debian-Distribution an der Polytechnic bereits vermittelt wird und Ubuntu als &#8222;Afrikanische GNU\/Linux-Distribution&#8220; bekannt ist, fiel die Entscheidung leicht. Zudem eignet sich Edubuntu wegen des vorkonfigurierten LTSP (Linux Terminal Server Project) hervorragend f\u00fcr ThinClient-Netzwerke. Der Aufwand an der Konfiguration des Systems selber konnte demnach minimal gehalten werden. \u00dcbrigens besitze ich bis heute \u00fcber SSH einen Zugang auf beiden Servern, damit ich regelm\u00e4\u00dfig per aptitude Systemupdates vornehmen kann.<\/p>\n<p><strong>6. Warum fiel die Entscheidung auf moderne ThinClients?<\/strong><br \/>\nIch suchte nach einer M\u00f6glichkeit, den Missstand an der Bibliothek der Polytechnic beheben und Wege zu finden, damit die Studierenden leichteren Zugang zu Wissen erhalten. Anfang 2006 wurden dann an Hochschule f\u00fcr Gestaltung und Kunst Z\u00fcrich alte Citrix Metaframe-Systeme durch neuwertige abgel\u00f6st. So kam die Idee, die Bestellung der ThinClients zu vergr\u00f6\u00dfern, um das Malawi-Projekt welche zur Verf\u00fcgung haben und gleichzeitig die Polytechnic der neuesten Technologie auszustatten. ThinClients lie\u00dfen sich wegen des geringen Gewichtes relativ kosteng\u00fcnstig nach Malawi transportieren. Au\u00dferdem war mir klar, dass die ThinClients nicht so stark unter schwierigen klimatischen Bedingungen leiden w\u00fcrden wie Desktop-Computer.<\/p>\n<p><strong>7. Gab es Widerst\u00e4nde an der Polytech oder von anderer Stelle gegen das Projekt? Wenn ja, wie sahen diese aus?<\/strong><br \/>\nEs gab Widerst\u00e4nde. Wie auch an europ\u00e4ischen Unis gibt es an der Polytechnic interne Machtspiele. In einer fremden Kultur zu arbeiten macht dies nat\u00fcrlich nicht einfacher. Jedes Departement der Polytechnic versuchte mich f\u00fcr sich zu gewinnen. Ich wurde sogar vom Direktor des Zomba Colleges* eingeladen, um mir die Situation in seiner Schule anzugucken. Von der Seite der Hochschule f\u00fcr Gestaltung und Kunst Z\u00fcrich, welche die ThinClients finanzierte, gab es aber keine Widerst\u00e4nde.<\/p>\n<p><strong>8. Wie wurde Edubuntu als Betriebssystem aufgenommen? Gab es auch Bef\u00fcrworter von Windows?<\/strong><br \/>\nDies stand zu keinem Zeitpunkt des Projektes zur Diskussion. Da ich der Meinung bin, dass wir vorsichtig beim Aufdr\u00e4ngen von westlichen Vorstellungen sein sollten, sah die Vereinbarung so aus, dass ich der Polytechnic das System mitbringen, vorf\u00fchren und erkl\u00e4ren sollte. Was danach passieren w\u00fcrde, wollte ich nicht beeinflussen. Meinen Informationen zufolge ist das System aber noch immer in Betrieb und wird rege genutzt. Es gibt keinen Grund auf eine propriet\u00e4re L\u00f6sung umzusteigen, denn diese w\u00e4re weder zu finanzieren noch zu betreiben oder gar zu unterhalten.<\/p>\n<p><strong>9. Was war dein sch\u00f6nster Moment oder dein gr\u00f6\u00dfter Triumph w\u00e4hrend des Projekts?<\/strong><br \/>\nNach einem halben Jahr Vorbereitung und drei Monaten Projektarbeit in einer fremden Kultur ist man schon sehr eingenommen von der Idee und dem Willen, das Projekt abzuschlie\u00dfen. Das &#8222;Triumphgef\u00fchl&#8220; kommt deshalb etwas sp\u00e4ter. Ich habe die Gelegenheit genutzt, das Projekt auf dem 23. Chaos Communication Congress (23C3) des Chaos Computer Club in Berlin vorzustellen und f\u00fcr mich selbst noch einmal zu reflektieren. Ich glaube, das war wohl der Moment, den man am ehesten als Triumph bezeichnen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>10. Was war nicht so sch\u00f6n oder was war deine gr\u00f6\u00dfte Entt\u00e4uschung?<\/strong><br \/>\nWas mich immer wieder entt\u00e4uscht hat, ist die Tatsache, dass leider allzu oft westliche Entwicklungshilfe-Organisationen ihre Vorstellungen dem afrikanischen Kontinent aufzwingen. So f\u00f6rdern und erhalten sie in den Entwicklungsl\u00e4ndern eine Bettelkultur, die es f\u00fcr die lokale \u00d6konomie und Bildungseinrichtungen schwierig macht, ihre Eigendynamik zu entwickeln. Man muss schon sehr vorsichtig sein, wo man mit einem Projekt ansetzen und wie man es letztendlich zu Stande bringen will, dass nach Abschluss des Projektes das System noch weiter genutzt und getragen wird.<\/p>\n<p><strong>11. Was h\u00e4ltst du von Projekten, die gebrauchte Computer f\u00fcr Afrika recyceln? Ist dir so ein Projekt vor Ort oder woandersbegegnet?<\/strong><br \/>\nIch bin kein Freund des Gedankens, alte Hardware in Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4nder zu exportieren. Die Haltung empfinde ich als unehrlich und inkonsequent. Auch eine afrikanische Elite an einer Universit\u00e4t, wie beispielsweise der Polytechnic, verdient es, mit den neusten Technologien zu arbeiten. Es gibt aber zahlreiche Projekte, die gebrauchte Computer nach Afrika schicken. Die amerikanische Botschaft in Lilongwe zum Beispiel hat alten Computerm\u00fcll an die Polytechnic abgeschoben. Auch in der Schweiz und in Deutschland sind mir derartige Projekte aufgefallen. Ich glaube, dass sie nur dazu beitragen, dass afrikanische L\u00e4nder in einem &#8222;Schlummerzustand&#8220; verharren.<\/p>\n<p><strong>12. Was h\u00e4ltst du von der Initiative &#8222;One Laptop Per Child&#8220;(OLPC) und ihrem 100-Dollar-Computer?<\/strong><br \/>\nEin gro\u00dfer Haken ist, dass die Inspiration hinter diesem Projekt bereits stark westlich gepr\u00e4gt ist. Die Bed\u00fcrfnisabkl\u00e4rung passierte also aus Perspektive eines westlichen Landes. Das Ger\u00e4t basiert auf westlichen Anforderungen. Dies ist aber schon von Grund auf falsch: Die Anspr\u00fcche an die Technik sind vor Ort ganz andere, als wir uns das aus westlicher Sicht vorstellen. Nat\u00fcrlich funktioniert das rein technische Konzept vollkommen, aber es ist trotzdem untauglich, die Bed\u00fcrfnisse seiner Zielgruppe abzudecken. Es gibt keine IT-L\u00f6sung, die f\u00fcr alle Entwicklungsl\u00e4nder gleicherma\u00dfen funktioniert. Ghanas IT-Industrie zum Beispiel ist stabil und funktioniert unabh\u00e4ngig.** Malawi andererseits ist in IT-Sachen massiv abh\u00e4ngig von westlichen Anbietern und damit unselbstst\u00e4ndig. So lange solche Abh\u00e4ngigkeiten bestehen, hat ein Projekt wie OLPC in solchen L\u00e4ndern wenig Chancen. Auch ganz praktische Probleme lassen sich nicht so einfach mit einer Handkurbel l\u00f6sen: Wo nimmt eine malawische Grundschule den Strom her? Sogar das Trinkwasser muss \u00fcber zwei Kilometer herangeschleppt werden, die R\u00e4ume der Grundschule haben kein k\u00fcnstliches Licht und ein Kind, das mit einem Laptop durch die Stra\u00dfen l\u00e4uft, w\u00fcrde auf der Stelle \u00fcberfallen. Auf universit\u00e4rem Niveau sieht es besser aus \u00e2\u20ac\u201d nicht gut, aber besser.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns Westler sieht das OLPC-Projekt au\u00dferordentlich interessant aus. Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind die Marketing-Ma\u00dfnahmen, das GUI der eingesetzten Distribution, die Hightech-Bauteile vom MIT. Sie sind alle westlich und doch ist der Laptop f\u00fcr uns Westler verf\u00fchrerisch und anders. Das OLPC-Projekt ist auch ein Beweis daf\u00fcr, dass ein Forschungsprojekt aus einem Bildungsinstitut wie dem MIT im Bereich der Informationstechnologie international komplexe und aktuelle politische sowie wirtschaftliche Zusammenh\u00e4nge erfassen kann, um dann ein Produkt zu konzipieren, welches mit ma\u00dfgeschneiderter Hardware und Software umgesetzt wird. Nun werden die verf\u00fcgbaren Communitys und Kan\u00e4le zu den verschiedenen Organisationen genutzt, um Marketing zu betreiben. Ein derartiger Beweis ist grandios. Somit hat das OLPC-Projekt auch etwas Gutes und ist an sich dringend notwendig. Auch ein m\u00f6gliches Scheitern des Projektes kann von Vorteil sein, da es aufzeigen w\u00fcrde, dass westliche Wertvorstellungen und L\u00f6sungen nicht \u00fcberall passen. Die einzelnen L\u00e4nder m\u00fcssen &#8222;selber&#8220; ihre Probleme formulieren, damit westliche L\u00e4nder von diesem Schritt an mithelfen und gemeinsam L\u00f6sungen entwickeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Pluspunkt ist, dass hier nicht einfach ein Container Elektroschrott nach Afrika verschifft wird. OLPC ist brandneue Hardware, die speziell f\u00fcr die Entwicklungsl\u00e4nder geschaffen wurde. Hier m\u00fcssen wir uns aber die Frage stellen: Entwickeln wir f\u00fcr die Entwicklungsl\u00e4nder oder schlussendlich doch wieder nur f\u00fcr uns selbst und unser Gewissen?<\/p>\n<p><strong>13. Deinen Vortrag auf dem Kongress 23C3 hie\u00df &#8222;Freie Software \u00e2\u20ac\u201c Eine Chance f\u00fcr Afrika?&#8220; Worin genau siehst du diese Chance?<\/strong><br \/>\nFreie Software bietet die L\u00f6sung f\u00fcr eine selbstst\u00e4ndige Entwicklung im Bereich von Software und dokumentiertem Wissen. Darum ist der soziale Gedanke in der GPL so stark verankert. Oft wird der Free Software Foundation vorgeworfen, sie sei zu dogmatisch. Aber schlussendlich geht es darum, dass alle die Chance nutzen wollen, an der Bildung, Weiterbildung, Verarbeitung und Verteilung von Wissen und somit Quelleninformation teilzuhaben. Propriet\u00e4re, geschlossene L\u00f6sungen schaden der Eigenentwicklung, die afrikanische L\u00e4nder dringend vorantreiben wollen. Wenn westliche L\u00e4nder auch in Zukunft noch Vertragspartner afrikanischer L\u00e4nder bleiben und an ihrer \u00f6konomischen Entwicklung teilhaben wollen, sollten sie diesen L\u00e4ndern die M\u00f6glichkeit zur Eigenentwicklung geben.<\/p>\n<p><strong>14. Wie wurdest du Mitglied im Core Team des FSF Europe im vergangenem Jahr und wie sehen deine Aufgaben beim FSFE aus?<\/strong><br \/>\nDurch mein Engagement in Malawi entwickelte sich ein gegenseitiges Interesse zwischen mir und der Free Software Foundation Europe. Ich wurde dann von Georg Greve angesprochen, ob ich in das Kernteam eintreten wolle. Bisher beschr\u00e4nkte sich mein Engagement auf die Mitgestaltung von Diskussionen und Strategien der FSFE. Zudem vertrete ich stark den Freie Software-Gedanken in und neben meiner Arbeit an der HGKZ.<\/p>\n<p><strong>15. Gibt es die blauen T-Shirts mit dem selbstdenkenden Menschen, die ihr f\u00fcr das Malawi-Projekt gedruckt habt, irgendwo zu kaufen?<\/strong><br \/>\nLeider wurde nur eine kleine Anzahl dieser T-Shirts in Malawi gedruckt. Die Druckvorlage kann ich aber gerne in meinem Weblog [5] bereitstellen, so dass sie alle unter Ber\u00fccksichtigung der Creative Commons-ShareAlike-Lizenz verwenden k\u00f6nnen. Auf den T-Shirts steht \u00fcbrigens &#8222;Anthu Ozindikira amagwirisa ntchito GNU\/Linux Software&#8220;. Das ist Chichewa, die Sprache, die neben Englisch in Malawi gesprochen wird, und bedeutet: &#8222;Selbstdenkende Menschen benutzen GNU\/Linux Software&#8220;.<\/p>\n<p>Links<br \/>\n[1] <a href=\"http:\/\/hgkz.ch\">http:\/\/hgkz.ch<\/a><br \/>\n[2] <a href=\"http:\/\/gnuhh.org\/\">http:\/\/gnuhh.org\/<\/a><br \/>\n[3] <a href=\"http:\/\/fsfeurope.org\">http:\/\/fsfeurope.org<\/a><br \/>\n[4] <a href=\"http:\/\/ebund.ch\">http:\/\/ebund.ch<\/a><br \/>\n[5] <a href=\"http:\/\/lix.cc\/projects\/malawi\/blog\/\">http:\/\/lix.cc\/projects\/malawi\/blog<\/a><\/p>\n<p>* Die University of Malawi betreibt f\u00fcnf Colleges im Land: das Chancellor College in Zomba, die Polytechnic in Blantyre, das Bunda College of Agriculture, das College of Nursing in Lilongwe und das College of Medicine in Blantyre.<\/p>\n<p>** Siehe Artikel aus &#8222;Der Bund&#8220; vom 5. M\u00e4rz 2007 [4].<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christian Imhorst hat f\u00fcr das Online-Magazin &#8222;Freies Magazin&#8220; ein Interview mit mir gemacht: 1. Erz\u00e4hl doch bitte zuerst von dir. Wie ist dein beruflicher Werdegang, was machst du heute? Nach meiner abgeschlossenen Lehre als Landschaftsg\u00e4rtner und nach gestalterischer Matura habe ich an der \u00c9cole cantonale d&#8217;art de Lausanne (\u00c9cal) erst Grafik-Design und Cin\u00e9ma studiert. 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